Bericht zur Verkehrsbelastung der Römerstraße Schwerte/Nord

Auf der gestrigen Ortsvereinsversammlung der SPD-Schwerte-Nord waren vom Kreis Unna sowohl Ludwig Holzbeck als auch Jürgen Busch zu Gast , um den zahlreich erschienenen Anwohnern der Römerstr. Rede und Antwort zu stehen.

Die Bürger beklagen die stark erhöhte Verkehrsbelastung der Römerstr. seit Fertigstellung der K20, insbesondere auch die von den Autofahrern nicht eingehaltene Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kmh. Beklagt wird auch die schlechte Einsicht durch die parkenden Autos (die durchaus dazu beitragen, dass Geschwindigkeiten gedrosselt werden) an der Ausfahrt Am Dahlbrink zur Römerstr.

Mit den beiden Herren wurden folgende Ergebnisse nach sehr sachlicher Diskussion erarbeitet:
Die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Schwerte möge bitte beim Kreis auf der Römerstr. eine V 85 – Messung anfordern, die sich mindestens über eine Woche erstreckt und nicht in den Ferien stattfindet.

Weiterhin soll an der Kreuzung Am Dahlbrink zur Römerstr. auf beiden Seiten der Einbiegung Parkverbotszonen aufgetragen werden, damit den Anwohnern eine bessere Einsicht bei Ausfahrt in die Römerstr. gewährt wird.

Sehr geehrter Herr Gutsche, ich bitte Sie daher dringend, die Umsetzung der mit dem Kreis Unna besprochenen Ergebnisse von dort offiziell einzufordern.

So ganz zufrieden waren die Anwohner der Römerstraße mit den Antworten nicht, die sie auf ihre Fragen und Vorschläge zur Verkehrsberuhigung auf der Kreisstraße von Kreis-Baudezernent Ludwig Holzbeck und den für Verkehrsflächen zuständige Kreis-Sachgebietsleiter Jürgen Busch bekamen. Beide waren aus Unna angereist, um sich auf Einladung des SPD-Ortsvereins Schwerte-Nord im Naturfreundhaus die Verkehrssituation auf der Römerstraße von direkt Betroffenen schildern zu lassen. Da beklagten die Anwohner die hohe Verkehrsdichte im Berufsverkehr, überhöhte Geschwindigkeit – vor allem in verkehrsschwachen Zeiten -, die hohe Lärmbelästigung, die konkrete Unfallgefahr – vor allem für Schulkinder, deren Schulweg über Römer- und Ostberger Straße führt – und die versperrte Sichtmöglichkeit durch parkende Autos im Einmündungsbereich Am Dahlbrink. Dabei schlugen sie – und da sind sich die Anwohner einig – aus ihrer Sicht plausibel eine 30-Zone für die gesamte Römerstraße vor.

Holzbeck und Busch machten deutlich, dass diese Regelung zwar wünschenswert sein könnte, rechtlich aber kaum umsetzbar sei, weil es sich hier um eine Kreis- und somit qualifizierte Straße handle, auf der gesetzlich Tempo 50 vorgesehen sei. Ausnahmen gebe es lediglich u.a. bei Kindergärten, Schulen oder Altenheimen. Beide Verkehrsexperten des Kreises Unna versprachen, sich um die Belange der Anwohner zu kümmern, indem vermehrt die Geschwindigkeit kontrolliert wird und über einen längeren Zeitraum ein Gerät installiert werden soll, das die sogenannte V-85-Messung durchführt. Dabei werden rund um die Uhr Anzahl der Fahrzeuge und deren Geschwindigkeit festgehalten. Daraus könne man dann verkehrsverbessernde Maßnahmen ableiten. Außerdem sei in absehbarer Zeit vorgesehen, den Straßenbelag auch der restlichen Römerstraße zu erneuern, um eine geringere Lärmbelästigung zu erreichen. Zudem versprachen die Kreisvertreter die Überprüfung zur Einrichtung von Halteverbotszonen im jeweiligen Straßeneinmündungsbereich zur Römerstraße und zur Verbesserung der Schulwegsicherung für die Schülerinnen und Schüler aus diesem Wohnquartier. SPD-Fraktionsvorsitzende Angelika Schröder machte deutlich, dass diese vorgeschlagen Maßnahmen mit den Fachämtern der Stadt Schwerte gemeinsam engmaschig abgestimmt und angegangen werden müssen. Kreistagsabgeordneter Bernd Engelhardt verwies auf die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zur Weiterführung der K 20 Richtung Lichtendorf, die zur Entlastung der Römerstraße und des gesamten Innenstadtverkehres führen würde.

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